Wenn das Atmen schwerfällt braucht man rasche und dauerhafte Unterstützung. Symbicort vereint zwei bewährte Wirksubstanzen in einem Pulverinhalator. So werden Entzündungen gehemmt und verengte Bronchien sanft geöffnet, damit Sie Schritt für Schritt wieder durchatmen.
Lernen Sie das Kombi-Präparat Symbicort genau kennen
Wenn die Lunge nicht mitmacht ist das unheimlich kräftezehrend. Man kennt das ja, bei jeder zweiten Treppenstufe geht die Puste aus oder die Brust pfeift wieder mal ununterbrochen. Genau an dieser Stelle setzt Symbicort als Pulver an. Es ist ein kombiniertes Atemwegsmedikament das speziell für Patienten entwickelt wurde, die mit Asthma oder der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung COPD leben.
Das Pulver wird über einen Inhalator eingeatmet, den man meist als Turbuhaler kennt. Direkt ab in die Lunge. Wichtig zu wissen: Dieses Mittel ist kein reines Notfallspray für die plötzliche Attacke. Man nutzt es vielmehr als tägliche Erhaltungstherapie um Entzündungen dauerhaft auszubremsen, damit schwere Atemnot gar nicht erst auftritt.
Achten Sie auf die beiden aktiven Wirkstoffe
Das Besondere bei diesem Präparat? Zwei völlig unterschiedliche Substanzen arbeiten Hand in Hand. Da ist einmal das Budesonid. Ein starkes, synthetisches Kortikosteroid mit entzündungshemmenden Eigenschaften, das überschießende Immunreaktionen in den Bronchien stoppt.
Der zweite Wirkstoff nennt sich Formoterolfumarat-Dihydrat. Ein sogenannter langwirksamer Beta2-Agonist, kurz LABA. Während Budesonid Gewebeschwellungen abbaut kümmert sich Formoterol direkt um die verkrampfte Muskulatur der Atemwege. Zusammen bilden sie ein verlässliches Team für freie Bronchien.
Verstehen Sie wie die Befreiung der Atemwege funktioniert
Wie läuft das genau ab im Körper? Das Prinzip ist wirklich einleuchtend. Budesonid lagert sich sanft in den Zellen der Schleimhaut an und blockiert dort störende Entzündungszellen wie Eosinophile oder Makrophagen. Folglich schwillt das Gewebe ab, bildet weniger zähen Schleim und schützt somit vor schweren Asthmaanfällen oder COPD-Schüben.
Zeitgleich dockt Formoterol an Muskelzellen der Bronchien an. Verkrampfungen lösen sich rasch auf. Die Atemwege weiten sich spürbar und die Luft kann endlich wieder ungehindert strömen. Diese doppelte Wirkung aus Entzündungshemmung und Erweiterung macht den echten Unterschied aus.
Spüren Sie die schnelle Wirkung und lange Dauer
Man fragt sich oft, wie rasch so ein Pulver überhaupt wahrnehmbar hilft. Bei Formoterol geht das erstaunlich flott. Meist spüren Patienten bereits nach 1 bis 3 Minuten nach dem Inhalieren spürbare Erleichterung, wenn die Bronchien weit werden.
Der Effekt hält dann richtig lange. Über mindestens 12 Stunden bleiben die Wege geöffnet. Daher reicht eine Dosis morgens und abends meist vollkommen aus. Budesonid arbeitet derweil im Hintergrund und baut den verlässlichen Entzündungsschutz über Wochen kontinuierlich auf.
Inhalieren Sie das Pulver richtig nach Dosierung
Bei der Anwendung gibt es ein paar grundlegende Dinge zu beachten damit das Pulver tief hineingelangt. Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene mit Asthma nehmen üblicherweise 2 Inhalationen zweimal täglch. Verfügbar sind Stärken wie 80/4.5 mcg oder eben 160/4.5 mcg. Bei COPD nutzt man typischerweise zweimal täglich je zwei Züge mit der Stärke 160/4.5 mcg.
Die Einnahme erfolgt unabhängig von den Mahlzeiten. Mageninhalt hat keinerlei Einfluss auf das Einatmen über die Lunge. Ganz entscheidend bleibt aber: Nach jedem Inhalieren gründlich den Mund ausspülen und das Wasser zwingend ausspucken!
blockquote>Nehmen Sie bei vergessenen Dosen niemals die doppelte Menge ein. Inhalieren Sie einfach zum nächsten gewohnten Zeitpunkt weiter.
Nutzen Sie den Inhalator keinesfalls bei diesen Kontraindikationen
So nützlich das Mittel auch ist, es eignet sich nicht für jeden Menschen. Sollten Sie allergisch oder überempfindlich auf Budesonid, Formoterol oder den Hilfsstoff Laktose reagieren darf das Präparat keinesfalls angewendet werden. Riskante Reaktionen wären sonst die Folge.
Zudem taugt Symbicort nicht als erste Rettungsmaßnahme bei einem akuten Status asthmaticus. Tritt ein plötzlicher, schwerer Anfall auf brauchen Sie zwingend ein rasch wirkendes Notfallmedikament. Dieses Pulver schützt langfristig, beendet aber keine akute Erstickungsnot auf der Stelle.
Beachten Sie mögliche Nebenwirkungen und spülen den Mund
Keine wirksame Medizin kommt ganz ohne unerwünschte Begleiterscheinungen aus. Oft bleiben sie jedoch mild. Gelegentlich kommt es zu Heiserkeit, leichtem Halskratzen, Kopfschmerzen oder Muskelkrämpfen. Auch Mundsoor, eine Pilzinfektion im Mundraum, kann auftreten.
Eben darum ist gründliches Mundausspülen nach der Dosis so extrem wichtig. Spuckt man das Wasser aus, werden Pulverreste entfernt und das Pilzrisiko sinkt drastisch. Seltene Nebenwirkungen sind Herzklopfen, hoher Blutdruck, Knochenschwund bei Jahrelanger Einnahme oder eine erhöhte Gefahr für Lungenentzündungen bei COPD.
Achten Sie auf Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
Einige Medikamente vertragen sich schlecht mit Symbicort. Wer zum Beispiel starke CYP3A4-Hemmer wie Ketoconazol, Itraconazole oder spezielle HIV-Präparate nimmt, riskiert einen deutlich erhöhten Kortisonspiegel im Blut. Das hebt die Wahrscheinlichkeit für Nebenwirkungen im Körper.
Auch Beta-Blocker – selbst in Form von Augentropfen – können die bronchienweiternde Wirkung von Formoterol hemmen und Atemnot auslösen. Entwässerungsmittel (Diuretika) wiederum können den Kaliumspiegel senken. Halten Sie daher bei Unklarheiten Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker.
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