Micardis gehört zu den bekanntesten Medikamenten gegen Bluthochdruck. Der enthaltene Wirkstoff Telmisartan zählt zur Gruppe der Angiotensin-II-Rezeptor-Blocker, meist einfach als ARB oder Sartan bezeichnet.
Mediziner verschreiben dieses Präparat vor allem dann, wenn der Blutdruck im Alltag dauerhaft erhöhte Werte zeigt. Ein unzureichend behandelter Bluthochdruck fordert dem Herz-Kreislauf-System einiges ab und schädigt Gefäße. Dadurch steigt beispielsweise die Gefahr für Herzinfarkte oder Schlaganfälle massiv an. Ab einem Alter von 55 Jahren kommt das Mittel zudem zum Einsatz, um kardiovaskuläre Ereignisse zu verhindern. Besonders bei einer Unverträglichkeit gegenüber klassischen ACE-Hemmern stellt das Präparat eine wichtige Behandlungsoption dar.
Wie entfaltet Telmisartan seine Wirkung?
Das Hormon Angiotensin II verengt die Blutgefäße im Körper. Sind die Leitungen eng, muss die Herzpumpe gegen deutlich höheren Widerstand anarbeiten. Die Folge: Der Blutdruck steigt.
Genau da setzt Telmisartan an. Der Wirkstoff besetzt gezielt die AT1-Rezeptoren und blockiert so die Bindungsstelle für das verengende Hormon. Gefäße entspannen sich wieder, das Blut fließt spürbar leichter durch die Adern. Nebenbei scheidet der Organismus über die Nieren etwas mehr Natrium und Wasser aus.
Etwa drei Stunden nach der ersten Tablette zeigt sich bereits ein messbarer Effekt. Der komplette blutdrucksenkende Effekt braucht allerdings typischerweise vier bis acht Wochen Zeit. Dank der langen Halbwertszeit von rund 24 Stunden hält die Schutzwirkung den gesamten Tag über stabil an.
Richtige Einnahme und Dosierung
Die Therapie startet meistens mit einer Dosis von 40 mg einmal pro Tag. Reicht das nicht aus, passt die Ärztin oder der Arzt die Tagesmenge auf bis zu 80 mg an. Geht es primär um die Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wird in der Regel direkt mit 80 mg begonnen.
Die Tablette schluckt man am besten unzerkaut mit einem Glas Wasser, ganz unabhängig von Mahlzeiten. Ein fester Zeitpunkt im Tagesablauf hilft ungemein dabei, die Einnahme nicht zu vergessen und den Wirkstoffspiegel konstant zu halten.
Eine Dosis vergessen? Kein Grund zur Sorge. Einfach nachnehmen, sobald man daran denkt. Steht die nächste Einnahme allerdings schon kurz bevor, wird die verpasste Dosis schlicht übersprungen. Zwei Tabletten auf einmal einzunehmen ist gefährlich.
Wer sollte bei der Einnahme besonders vorsichtig sein?
Das Medikament eignet sich nicht für jeden Patienten. Während der Schwangerschaft ist die Einnahme absolut tabu. Telmisartan schadet dem ungeborenen Kind massiv und kann bis zum Fruchttod führen. Tritt während der Behandlung eine Schwangerschaft ein, muss das Mittel sofort abgesetzt werden.
Auch bei schweren Störungen der Leberfunktion oder verstopften Gallenwegen darf Micardis nicht angewendet werden. Liegt eine leichte oder mittelschwere Lebererkrankung vor, begrenzt man die Tagesdosis auf höchstens 40 mg.
Achtung: Die zeitgleiche Einnahme mit Aliskiren ist bei Diabetikern oder Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion strikt verboten!
Welche Nebenwirkungen auftreten können
Wie jedes wirksame Arzneimittel bringt auch dieses Präparat gelegentlich unerwünschte Begleiterscheinungen mit sich. Viele vertragen die Behandlung zwar ohne Beschwerden, manche spüren jedoch Reaktionen.
Mögliche Nebenwirkungen sind:
Schwindel, vor allem beim schnellen Aufstehen aus dem Liegen
Müdigkeit und allgemeines Schwächegefühl
Schmerzen im Rückenbereich
Magen-Darm-Probleme wie Übelkeit oder Durchfall
Infektionen der oberen Atemwege oder Entzündungen der Nasennebenhöhlen
Kopfschmerzen
Treffen Schwellungen im Gesicht, an Lippen, Zunge oder im Hals auf (ein Angioödem), muss sofort der Notarzt verständigt werden.
Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
Einige Arzneistoffe vertragen sich nicht mit Telmisartan. Wassertabletten (Diuretika) oder andere Blutdrucksenker verstärken die Wirkung unter Umständen so sehr, dass der Blutdruck zu stark abfällt. Wer Kaliumpräparate oder kaliumschonende Entwässerungsmittel nimmt, riskiert eine gefährliche Kaliumanreicherung im Blut.
Entzündungshemmende Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Naproxen können die Blutdrucksenkung abschwächen und zusätzlich die Nieren belasten. Bei gleichzeitiger Einnahme von Lithium oder Digoxin empfiehlt sich eine regelmäßige Kontrolle der Blutwerte, weil deren Spiegel im Körper ansteigen kann.
Richtige Lagerung der Tabletten
Die Tabletten gehören bis zur Einnahme in die Originalverpackung. So bleibt das Material vor Licht und Feuchtigkeit geschützt. Ein trockener Platz bei etwa 20 °C bis 25 °C Raumtemperatur ist ideal. Das feuchte Badezimmer eignet sich denkbar schlecht für die Aufbewahrung. Zudem muss das Medikament immer unerreichbar für Kinder gelagert werden.
Häufige Fragen zu Micardis
Kann man während der Therapie Alkohol trinken?
Alkohol verstärkt die blutdrucksenkende Wirkung deutlich. Das führt rasch zu Schwindelgefühlen oder Kreislaufabsacken. Besser ist es, während der Behandlung weitgehend auf Alkohol zu verzichten.
Muss das Mittel vor einer Operation abgesetzt werden?
Dem Narkosearzt sollte unbedingt mitgeteilt werden, dass Telmisartan eingenommen wird. In Kombination mit Narkosemitteln kann der Blutdruck sonst unkontrolliert abfallen.
Darf man Micardis einfach eigenmächtig absetzen?
Nein. Ein plötzliches Absetzen führt oft dazu, dass der Blutdruck schnell wieder in gefährliche Höhen klettert. Jede Anpassung sollte ausschließlich nach Rücksprache mit der behandelnden Praxis erfolgen.
Ich nehme das Mittel jetzt schon seit ein paar Monaten und bin wirklich zufrieden. Mein Arzt hatte mir das empfohlen, weil das alte Medikament nicht so gut vertragen wurde. Vertrage Micardis super, hatte bis jetzt überhaupt keine Nebenwirkungen was für mich echt eine Erleichterung ist. Die Bestellung über die Online Apotheke ging auch total schnell, nach zwei Tagen war das Paket schon da. Die Verpackung war ordentlich und diskret verschickt, worauf ich immer bisschen achte. Preislich ist es hier auch etwas günstiger als in der normalen Apotheke um die Ecke. Werde es beim nächsten Mal defintiv wieder hier bestellen.