Wenn chronische Verengungen in den Bronchien das Atmen erschweren, verschafft Spiriva kontinuierlich Linderung. Der enthaltene Wirkstoff Tiotropiumbromid entspannt die Muskeln rund um die Atemwege für volle 24 Stunden. Das entlastet die Lunge spürbar bei COPD sowie bei Asthma.
Ob als Pulver über den HandiHaler oder als feiner Sprühnebel aus dem Respimat-System: Eine einzige Anwendung am Tag reicht völlig aus. So gewinnen Sie spürbar an Lebensqualität zurück.
Spiriva gehört zu den am häufigsten verordneten Medikamenten bei chronischen Atemwegserkrankungen. Der Wirkstoff Tiotropiumbromid fällt unter die Gruppe der langwirksamen Muskarinrezeptor-Antagonisten — im Fachjargon oft LAMA oder Anticholinergikum genannt. Der Stoff blockiert gezielt nervliche Signale an den glatten Muskelzellen der Lunge. Das bewirkt, dass verkrampfte Atemwege sich entspannen und wieder Luft durchlassen.
Hauptsächlich kommt der Inhalator bei der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) zum Einsatz. Dazu zählt die chronische Bronchitis ebenso wie das Lungenemphysem. Es nimmt das typische Beklemmungsgefühl im Brustkorb und verringert Atemschübe. Der Respimat darf übrigens auch bei Patienten mit Asthma ab 6 Jahren eingesetzt werden, während der HandiHaler exklusiv für die COPD-Therapie zugelassen ist.
Wichtiger Hinweis: Spiriva ist ein reines Dauertherapeutikum für die tägliche Anwendung. Bei einem plötzlichen Anfall von extremer Atemnot hilft der Wirkstoff nicht schnell genug. In so einem Notfall brauchen Sie unbedingt Ihren rasch wirkenden Akut-Inhalator.
Anwendungstipps für HandiHaler und Respimat im Alltag
Bei der Einnahme richtet sich die Technik nach dem verwendeten Modell. Das Grundprinzip bleibt aber exakt gleich: Sie nehmen die Dosis genau einmal täglich. Am besten machen Sie das immer zur selben Tageszeit, etwa morgens direkt nach dem Aufstehen.
Spiriva HandiHaler: Sie legen eine Kapsel mit 18 mcg Tiotropium in das Fach und durchstechen diese per Knopfdruck. Anschließend saugen Sie das Pulver in zwei tiefen Atemzügen aus der Kammer ab. Die Kapseln gehören niemals in den Mund geschluckt!
Spiriva Respimat: Das Gerät erzeugt einen feinen Sprühnebel. Hier inhalieren Sie täglich genau zwei Hübe direkt hintereinander, was einer Tagesdosis von 5 mcg entspricht.
Mahlzeiten haben keinen Einfluss auf die Aufnahme, da das Mittel direkt am Zielort in Lunge wirkt. Wenn Sie die Inhalation einmal vergessen, holen Sie diese einfach nach, sobald es Ihnen auffällt. Aber bitte inhalieren Sie nicht die doppelte Menge an einem Tag! Das bringt medizinisch nichts und steigert nur das Risiko von Nebenwirkungen.
Wirkungseintritt nach 30 Minuten und 24 Stunden Dauer
Wann setzt die Wirkung ein? Nun, die ersten Spuren einer verbesserten Lungenfunktion zeigen sich bereits etwa 30 Minuten nach dem Zug am Inhalator. Das Maximum der Bronchialerweiterung wird nach etwa 1,5 bis 3 Stunden gemessen.
Der größte Vorteil von Tiotropium liegt in seiner extrem starken Bindung an die M3-Muskarinrezeptoren im Lungengewebe. Der Wirkstoff löst sich dort nur extrem langsam wieder ab. Dadurch bleiben die Atemwege zuverlässig über volle 24 Stunden geöffnet. Ein einziger Anwendungsschritt am Tag reicht deshalb völlig aus um eine gleichmäßige Wirkung aufrecht zu erhalten.
Typische Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit verringern
Kein wirksames Atemwegsmedikament ist völlig frei von Nebeneffekten. Weil Tiotropium die Speichelbildung etwas drosselt, stellt ein trockenes Gefühl im Mund die häufigste Begleiterscheinung dar. Etwa 16 Prozent der Patienten spüren das. Häufig reicht es bereits aus, über den Tag verteilt immer wieder kleine Schlucke Wasser zu trinken oder zuckerfreie Bonbons zu lutschen.
Zusätzlich kommen manchmal folgende Symptome vor:
Heiserkeit oder veränderter Stimmklang
Leichter Hustenreiz sowie Missempfindungen im Rachenraum
Kopfschmerzen
Magenverstimmung oder Verstopfung
Infekte der oberen Atemwege
Selten treten gefährlichere Reaktionen auf. Sollten Sie unmittelbar nach dem Inhalieren plötzlich schlechter Atem bekommen, handelt es sich um einen sogenannten paradoxen Bronchospasmus. Dann müssen Sie die Anwendung sofort stoppen und direkt ein Arzt aufsuchen. Achten Sie zudem darauf, das kein Pulver in die Augen gerät. Das könnte bei Vorbelastung ein Engwinkelglaukom verschlimmern, was sich durch Augenschmerzen, Sehstörungen oder Rötungen bemerkbar macht.
Gegenanzeigen: Wer Spiriva nicht anwenden darf
Das Medikament eignet sich nicht für jedermann. Bei einer bekannten Überempfindlichkeit gegen Tiotropiumbromid, Atropin oder ähnliche Substanzen wie Ipratropium ist die Anwendung streng kontraindiziert.
Für Allergiker gibt es ein entscheidendes Detail: Die Kapseln des HandiHalers enthalten Laktose-Monohydrat. Wer unter einer sehr ausgeprägten Milcheiweißallergie leidet, sollte den HandiHaler meiden. Der Respimat-Sprühnebel ist hingegen komplett laktosefrei.
Besondere Vorsicht gilt in folgenden Fällen:
Männer mit einer vergrößerten Prostata oder erschwertem Wasserlassen
Patienten mit schwer geschädigter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance unter 30 mL/min)
Menschen mit diagnostiziertem grünen Star (Engwinkelglaukom)
Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten beachten
Die Wahrscheinlichkeit von Wechselwirkungen fällt bei Spiriva verhältnismäßig gering aus. Das liegt daran, dass nur ein verschwindend geringer Teil des Wirkstoffs in die Blutbahn übergeht. Dennoch gibt es eine eiserne Regel: Spiriva darf nicht mit anderen anticholinergen Arzneimitteln kombiniert werden. Dazu zählen zum Beispiel Ipratropium-haltige Asthmasprays, manche Blasenmedikamente oder bestimmte Antihistaminika. Eine gleichzeitige Einnahme verstärkt Nebenwirkungen wie Harnverhalt oder Mundtrockenheit massiv.
Die gewöhnlichen COPD-Therapeutika wie kortisonhaltige Sprays oder kurzwirksame Beta-2-Mimetika vertragen sich hingegen hervorragend mit Tiotropium.
Spiriva bequem und diskret online bestellen
Für chronisch lungenkranke Menschen ist der Weg zur Apotheke oft mit großer Anstrengung verbunden. Daher bietet die Online-Bestellung eine komfortable Lösung. Wer Generika mit Tiotropiumbromid im Internet kauft, spart häufig Geld und erhält die gewohnte pharmazeutische Qualität.
Der Versand erfolgt rasch in einer neutralen Verpackung direkt an Ihre Wunschadresse. So bleibt Ihre Behandlung privat. Denken Sie bei der Lagerung daran, die Kapseln stets bis zur Nutzung in der Blisterfolie zu belassen, um sie vor Feuchtigkeit zu schützen.
Häufige Fragen zu Spiriva
Hilft Spiriva bei einem plötzlichen Atemnotanfall?
Nein. Spiriva ist ein Langzeit-Medikament und wirkt nicht schnell genug für akute Notfälle. Bei plötzlicher Atemnot müssen Sie immer Ihren Notfall-Inhalator (wie ein kurzwirksames Beta-Mimetikum) verwenden.
Was passiert, wenn ich versehentlich die Kapsel schlucke?
Die Kapseln des HandiHalers sind ausschließlich zur Inhalation gedacht. Wenn Sie die Kapsel schlucken, wird der Wirkstoff über den Magen-Darm-Trakt kaum aufgenommen und verliert seine Wirkung auf die Lunge.
Kann man Spiriva Respimat und HandiHaler austauschen?
Beide enthalten Tiotropiumbromid, nutzen aber unterschiedliche Systeme. Der Respimat erzeugt einen feinen Sprühnebel und ist auch bei Asthma ab 6 Jahren zugelassen, während der HandiHaler mit Pulverkapseln arbeitet.