Hautpflege: Mittel bei Akne, Ekzem & Psoriasis
Die Haut ist das größte Organ des Menschen und zugleich besonders anfällig für Erkrankungen. Pilzinfektionen, Akne, Ekzeme oder Schuppenflechte gehören zu den häufigsten Beschwerden und äußern sich durch Rötungen, Juckreiz, Schuppung oder schmerzhafte Stellen. Viele dieser Probleme sind zwar nicht gefährlich, beeinträchtigen die Lebensqualität aber spürbar und sollten gezielt behandelt werden.
In dieser Kategorie finden Sie Präparate für ganz unterschiedliche Hauterkrankungen. Antimykotika bekämpfen Pilzinfektionen an Haut, Nägeln oder Kopfhaut, indem sie das Wachstum der Erreger stoppen. Andere Mittel lindern Entzündungen, beruhigen gereizte Hautpartien oder unterstützen den Heilungsprozess. Ob als Creme, Gel oder Tablette – welche Darreichungsform die richtige ist, hängt davon ab, wie tief und wie ausgedehnt die betroffene Stelle ist.
Häufige Hauterkrankungen und ihre Behandlung
Die Dermatologie behandelt Krankheiten von Haut, Haaren und Nägeln. Für eine wirksame Behandlung ist es wichtig, die Ursachen, Symptome und verfügbaren Therapien zu kennen. Hier werden einige der häufigsten Hautleiden und die entsprechenden Wirkstoffklassen vorgestellt.
Akne (Acne vulgaris)
Akne gehört zu den häufigsten Hautkrankheiten. Sie entsteht durch zu viel Talg, verstopfte Haarfollikel und Bakterien. Typische Symptome sind Mitesser, rote Papeln und eitrige Pusteln. Die Behandlung soll die Verhornung der Follikel normalisieren, die Bakterienzahl senken und Entzündungen lindern.
Dafür gibt es verschiedene Wirkstoffklassen. Topische Retinoide wie Tretinoin und Adapalen steuern die Zellerneuerung und verhindern neue Mitesser. Topische Antibiotika wie Clindamycin wirken gegen die Bakterien auf der Haut. Auch Benzoylperoxid hat antibakterielle Eigenschaften. Bei stärkerer Akne können orale Antibiotika oder das Retinoid Isotretinoin nötig werden.
Ekzem (Atopische Dermatitis)
Das Ekzem, auch atopische Dermatitis, ist eine chronische Hautentzündung mit trockener, juckender und geröteter Haut. Oft gibt es eine genetische Veranlagung, die mit Allergien wie Asthma oder Heuschnupfen zusammenhängt. Symptome sind starker Juckreiz, Rötungen, Schuppen und nässende Hautstellen.
Die Basistherapie besteht aus Emollients und Feuchtigkeitscremes. Sie reparieren die Hautbarriere und spenden Feuchtigkeit. Gegen Entzündung und Juckreiz werden hauptsächlich topische Kortikosteroide wie Hydrocortison oder Betamethason verwendet. Für empfindliche Haut oder eine längere Anwendung eignen sich auch topische Calcineurin-Inhibitoren wie Tacrolimus.
Psoriasis (Schuppenflechte)
Psoriasis ist eine chronische Autoimmunerkrankung, bei der sich die Hautzellen zu schnell erneuern. Das führt zu dicken, roten Plaques mit silberweißen Schuppen. Betroffen sind meist Ellbogen, Knie, die Kopfhaut und der untere Rückenbereich. Die Behandlung soll das Zellwachstum verlangsamen und die Entzündung kontrollieren.
Oft werden topische Kortikosteroide eingesetzt, um die Entzündung zu lindern. Vitamin-D-Analoga wie Calcipotrien bremsen das Wachstum der Hautzellen. Topische Retinoide wie Tazaroten normalisieren ebenfalls die Zellteilung. In schweren Fällen können systemische Medikamente oder Biologika erforderlich sein.
Weitere wichtige Wirkstoffklassen in der Hautpflege
Neben den genannten Wirkstoffen gibt es weitere wichtige Substanzklassen zur Behandlung von Hautkrankheiten.
Topische Antimykotika: Wirkstoffe wie Clotrimazol, Miconazol oder Terbinafin behandeln Pilzinfektionen der Haut (Mykosen), etwa Fußpilz. Sie greifen die Zellmembran des Pilzes an und stoppen sein Wachstum.
Topische Antibiotika: Medikamente wie Mupirocin helfen bei lokalen bakteriellen Infektionen der Haut wie Impetigo. Sie wirken direkt am Infektionsort, töten die Bakterien oder hemmen ihre Vermehrung.
Keratolytika: Substanzen wie Salicylsäure und Harnstoff lösen die äußere Hautschicht und fördern die Abschuppung. Sie kommen bei verdickter oder schuppiger Haut zum Einsatz, zum Beispiel bei Akne, Warzen oder Psoriasis.
Die Bedeutung professioneller medizinischer Beratung
Die Informationen auf dieser Seite dienen nur der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Hautkrankheiten haben viele mögliche Ursachen, weshalb eine Eigendiagnose riskant ist. Bevor Sie eine neue Behandlung beginnen, muss ein Arzt oder Dermatologe eine genaue Diagnose stellen. Nur ein Experte kann Ihren Hautzustand beurteilen und eine sichere, wirksame und individuell passende Therapie empfehlen.